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Im Tandem-Programm dreizeit entdecken Ehrenamtliche und Kinder gemeinsam ihre Umwelt und lernen so – voneinander, übereinander und miteinander.

Jeweils ein/e Erwachsene/r und zwei Kinder bilden ein Tandem und verbringen ein Jahr lang zu Dritt eine ereignisreiche Freizeit. Gemeinsam sind sie in den Themenfeldern »Wald«, »Landwirtschaft« und »Ernährung« unterwegs. Neben von Fachleuten angeleiteten Aktivitäten betätigen sich die Dreiertandems auch in selbstorganisierten Unternehmungen (mit zur Verfügung gestellten Anleitungen und Materialien).

Die Ehrenamtlichen sind Erwachsene mit Lebens­erfahrung (50+), die sich monatlich ca. 8 Stunden Zeit nehmen, um den Kindern im Grundschulalter als zusätzliche Ansprechpartner verlässlich zur Seite zu stehen.

Sie erleben den Austausch mit jüngeren Menschen als Bereicherung, können ihr Wissen einbringen, erfahren Wertschätzung und bleiben geistig und körperlich mobil.

Die Kinder profitieren von den Erfahrungen der ­Älteren, die ihnen Erfahrungs- und Lernmöglich­keiten eröffnen. Sie erhalten so zusätzliche Anreize für eine förderliche Entwicklung (stärkeres Selbst­bewusstsein und verändertes Sozialverhalten).

Wald

»Raus in die Natur, rein in den Wald!«

Wiese und Wald bieten die besten Voraussetzungen dafür, gemeinsam sozial und ökologisch nachhaltiges Denken und Handeln zu erfahren.

Die Tandems werden Naturräume im städtischen Umfeld erkunden. So entsteht die Möglichkeit, die natürliche Umwelt kennen- und schätzen zu lernen sowie sich selbst als Teil davon zu erleben. Neben der Entdeckung der Pflanzen des Waldes können die Tandems auch Tiere und deren Lebensgrundlagen kennenlernen. Das bunt gemischte Programmangebot rund um’s Jahr umfasst z.B. gemeinsamen Lagerbau, die Herstellung von Spitzwegerichsalbe, Abendwanderungen oder Tierspurensuche im Winter.

miteinander entdecken – voneinander lernen

Landwirtschaft

»Entdecken,(be)greifen, erleben – so funktioniert’s!«

Auf Bauernhöfen erleben die Tandems die natürlichen Grundlagen der Nahrungsmittelproduktion und ihre Zusammenhänge. Sie lernen heimische Gemüse-, Obst- und Getreidearten sowie deren Verwendung kennen.

Die konkreten Aktivitäten und Projekte sind sehr vielseitig. Es werden Anbauprodukte geerntet und weiterverarbeitet sowie Lebens- und Haltungsweisen von Tieren untersucht.

Die Tandems entwickeln mit viel Spaß durch eigene Arbeit in Realsituationen praktische Bezüge.

Der Hof bietet ein authentisches Lernumfeld, in dem nachhaltiges Denken und Handeln gefördert und Veränderungsprozesse von Verhaltens- und Konsummustern spielerisch angestoßen werden.

miteinander entdecken – voneinander lernen

Ernährung

»Bei uns kommt das Essen nicht aus der Tiefkühltruhe.«

Knusprige Kartoffelecken in einen herzhaften Kräuterquark dippen. Teig kneten, um später ein duftendes Brot aus dem heißen Ofen zu holen… – Essen und Trinken spricht unsere Sinne an.

Kinder wollen vor allem eins: Selbermachen! Sie brauchen Erwachsene, die ihnen beim Schneiden mit dem Küchenmesser über die Schulter sehen und die geduldig bleiben, wenn die Kartoffel mit dem Sparschäler bearbeitet wird.

Essen geht weit über die reine Nahrungsaufnahme hinaus. Bei einer gemeinsamen Mahlzeit ­werden soziale Beziehungen gelebt und wird Zusammen­gehörigkeit erfahren. Genießen lernen, Genuss in Erinnerung behalten, wissen was gut tut.

miteinander entdecken – voneinander lernen

Fragen und Antworten

  • Warum können den Ehrenamtlichen die Fahrtkosten nicht erstattet werden?

    Das Tandemprogramm dreizeit bietet den teilnehmenden JuniorInnen und älteren Erwachsenen deutlich mehr Unterstützung und Begleitung als ähnliche Projekte – z.B. die fachliche Begleitung, die organisierten Programmangebote in den vier Themenfeldern, die Ausstattung, etc.
    Damit das Projekt dennoch finanzierbar bleibt, muss an anderen Stellen gespart werden. So. z.B. bei den Fahrtkosten.
    Diese sind deshalb von den sich engagierenden älteren Erwachsenen zu tragen.
    Um die daraus resultierende Belastung überschaubar zu halten, werden den Ehrenamtlichen bei der Bildung der Tandems nach Möglichkeit Juniorinnen aus dem näheren räumlichen Umfeld zugeordnet.
    Die Fahrtstrecken zu den Standorten der Programmangebote sind überschaubar.
    Im Durchschnitt sind es zwei Termine im Monat, an denen Fahrtkosten innerhalb der Kommune entstehen.

  • Warum beträgt die Mindestlaufzeit eines Tandems ein Jahr?

    Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Tandemprogramms dreizeit ist die Entwicklung einer vertrauensvollen Bindung zwischen den Tandempartnern. Dafür braucht es Zeit und Kontinuität.

  • Wie sind die TeilnehmerInnen versichert?

    Für alle JuniorInnen und älteren Erwachsenen besteht während Ihrer Zeit im Tandemprogramm dreizeit Versicherungsschutz (Unfall- und Haftpflichtversicherung).